Schnupperkurs

Eine Einführung in die Welt des Wettens im Pferde-Rennsport.
(Quellenbenennung am Ende des Seiteninhalts)

Der Buchmacher
Freunde treffen, Spaß haben – der Buchmacher die richtige Adresse
Mehr aus der Freizeit machen! Wo? Beim Buchmacher. Hier treffen sich Freunde und Gleichgesinnte, haben Spaß an dem modernen Freizeitvergnügen Pferdewette. Das alles mit Hilfe der faszinierenden Möglichkeiten modernster Technik, beraten von geschultem Fachpersonal und in gemütlicher Atmosphäre. Dazu mit einem individuellen gastronomischen Angebot.

Spielend Wetten und Gewinnen
Es verbindet Millionen von Menschen rund um die ganze Welt. Es ist „in“. Fußball-Stars tun es, Schauspieler auch. Von den „Royals“ in England wird es berichtet. Die Scheichs tun es, die Engländer, die Franzosen, und, und, und. Auch in Deutschland ist es populär: das Wetten auf die schnellen Pferde. Galopp- und Trabrennen – das ist Sport, bei dem jeder mitmachen kann, jeder gewinnen kann. Auch Sie können Ihr Glück machen. Dieser Leitfaden hilft dabei mit vielen Tips. Egal, ob Sie zum ersten Mal bei einem Rennen mit einer Wette dabeisein möchten oder schon ein Profi sind. Auf den folgenden Seiten lernen Sie die verschiedenen Wetten kennen, erfahren, was sich hinter den „Insider“-Begriffen verbirgt. Dann bleibt nur noch eines. „Hals und Bein“ zu wünschen, wie man im Rennsport sagt.
Auf gut deutsch: viel Glück!
Ihre staatlich konzessionierten Buchmacher

Was eigentlich ist ein Buchmacher?
Buchmacher sind Wettanbieter. Das Wort kommt aus dem Englischen („Bookmaker“) und hat seinen Ursprung darin, dass der Buchmacher früher per Hand die bei ihm abgegebenen Wetten ins Wettbuch eintrug. In Deutschland sind Buchmacher staatlich konzessioniert. Sie nehmen Wetten an und zahlen – im Erfolgsfall – Einsatz und Gewinn an die Wetter zurück. Das eigentliche „Buch machen“ besteht darin, dass der Buchmacher für jedes Pferd eines Rennens nach seiner Chanceneinschätzung eine feste Quote anbietet (mehr dazu im Kapitel „Feste Wette“). Außerdem bietet der Buchmacher Wetten zu Rennbahnbedingungen an.

Hongkong liegt gleich um die Ecke – beim Buchmacher
Die Pariser Prachtbahn Longchamp, das königliche Ascot, der schwere Grand-National-Kurs von Aintree, das englische Hindernis-Mekka Cheltenham, das französische Traber-Mekka Vincennes, die Mega-Bahn Sha Tin in Hongkong, das exotische Nad Al-Sheba in Dubai. Die besten Adressen des Turfs sind Traumziele für alle Rennsportfans. Die deutschen Buchmacher machen es möglich, dass diese Traumziele für Sie ganz in der Nähe liegen. In der Wettannnahme Ihres Buchmachers (die Adresse finden Sie auf der Rückseite dieser Broschüre).

Die deutschen Buchmacher übertragen – je nach Angebot – Rennen aus Deutschland, England, Frankreich, Italien und von Bahnen in Südafrika, Asien und Amerika live per TV-Satellit auf die Bildschirme der Wettannahme. So können Sie nicht nur beim Buchmacher wetten, sondern auch live beobachten wie „Ihr Favorit“ läuft. Sie können live beim französischen Derby dabeisein oder beim englischen Grand National oder beim Breeders Cup in Amerika. Der Buchmacher öffnet Ihnen das Tor zur großen weiten Rennsportwelt, was gerade in diesem Sport eine logische Sache ist. Rennsport kennt keine Grenzen. Wir sind gewohnt, dass Pferde und Jockeys aus einem Land in einem anderen Land starten, die Zucht ist international, beim Buchmacher auch das Wetten.

Die Wetten
So einfach ist die Pferdewette
Man muss nicht reiten können, um auf das richtige Pferd zu setzen, und auch nicht unbedingt ein Wett-Experte sein. Jeder kann am Wettschalter beim staatlich konzessionierten Buchmacher sein Glück versuchen. Der Grundeinsatz für eine Kombinationswette beträgt nur 0,50 Euro. Spannung ist inbegriffen, wenn „Ihr Pferd“ an den Start geht, um den letzten Bogen kommt, im Endkampf ist – und dann auch noch gewinnt! Und Sie sich gleich auf den Weg zur Auszahlkasse machen können. Aber beim Pferdewetten können Sie nicht nur als Sieger gewinnen. Es gibt viele Möglichkeiten eine Wette auf „Ihr Pferd“ oder auf „Ihre Pferde“ zu tätigen. Diese Wettarten wollen wir jetzt kennenlernen. Vorher aber noch zwei wichtige Begriffe. Der Einsatz besagt, wie hoch Sie „Ihr Pferd“ wetten. Die Quote gibt dann an, wie hoch die Auszahlung für zehn Euro Einsatz ist. Die Quote wird in einer Kurzform geschrieben. Zum Beispiel: 250:10 (man liest: 250 Euro Auszahlung für zehn Euro Einsatz). Wenn Sie diese Wette also zum Beispiel mit zwei Euro getroffen haben, beträgt Ihr Gewinn 50 Euro (250 geteilt durch fünf, weil auch Ihr Einsatz nur ein Fünftel beträgt).
Auf die Einsätze kommt gegebenenfalls ein Steueraufschlag oder eine Bearbeitungsgebühr. Die deutschen Buchmacher bieten jedoch nicht nur die Buchmacher-Wette an, die sie auf eigenes Risiko halten, sondern vermitteln auch Wetten direkt zum Rennbahn- Toto (kurz für Totalisator) der deutschen Galopp- und Trabrennbahnen (Rennvereinswette).

Wie Sie „Ihr Pferd“ wetten können
Nicht nur Sieger bringen Geld. Sie haben verschiedene Möglichkeiten, „Ihr Pferd“ zu setzen. Die verbindlichen Regeln entnehmen Sie den aushängenden Wettbestimmungen Ihres Buchmachers.

Die Siegwette
Das von Ihnen gewettete Pferd muss in diesem Fall als erstes durchs Ziel laufen. Als hilfreiche Information bei Ihrer Siegwette dienen beim Buchmacher die Monitore, auf denen jeweils die aktuellen Sieg-Eventual-Quoten aufleuchten.

 

Beispiel Siegwette: Zehn Euro Sieg auf Pferd Nr. 9 im 5. Rennen an Ort Nr. 1 (über Starter, Rennen und Ort informiert der Aushang).

Wenn Sie Ihr Pferd gewählt, die Lesekarte ausgefüllt und gegen Zahlung des Einsatzes an der Kasse abgeben haben, erhalten Sie Ihren Wettschein, der für unser Beispiel so aussieht
und auch über die Höchstauszahlung informiert:

Die Platzwette
Die Platzwette ist die einfachste Wette. Sie haben gewonnen, wenn Ihr Pferd auf einem der ersten drei Plätze einläuft.
Sind bei deutschen Rennen weniger als sieben Pferde am Start, muss es Erster oder Zweiter werden. Sind bei französischen und englischen Rennen weniger als acht Pferde am Start, muss es ebenfalls Erster oder Zweiter werden. Bei weniger als vier Startern gibt es keine Platzwette.
Bei der Platzwette ist Ihre Trefferchance natürlich größer als bei der Siegwette. Aber: Bei der Platzwette sind die Quoten entsprechend niedriger.

Beispiel Platzwette: Zehn Euro Platz auf Pferd Nr. 6 im 8. Rennen an Ort Nr. 1
(über Starter, Rennen und Ort informiert der Aushang).

Die Ita–Wette
Auch im Galopp- oder Trabrennsport gibt es den „ewigen Zweiten“. Bei der Ita-Wette sollen Sie genau das Pferd vorhersagen, das dann im Rennen Zweiter wird. Markieren Sie auf der Lesekarte die Nummer des Pferdes in der oberen Reihe des stark umrandeten Feldes (hinter der römische Ziffer I) analog zum Beispiel Platzwette s.o. Allein die Markierung Ita bei der Wettart sagt aus, dass sie dieses Pferd auf Platz 2 tippen. Die Quote der Ita-Wette beträgt das 2,5- fache der zweiten Platzquote (bei drei Platzquoten), bzw. das Doppelte der zweiten Platzquote (bei zwei Platzquoten).
 
Die Trita–Wette
Bei der Trita-Wette kommt es darauf an, das Pferd vorherzusagen, das im Rennen als drittes durchs Ziel kommt. Markieren Sie auf der Lesekarte die Nummer des Pferdes in der oberen Reihe des stark umrandeten Feldes (hinter der römischen Ziffer I) analog zum Beispiel Platzwette s.o. Allein die Markierung Trita bei der Wettart sagt aus, dass Sie das Pferd auf Platz 3 tippen. Die Quote der Trita-Wette beträgt das 2,5-fache der dritten Platzquote.

Die Platzzwillings–Wette
„Zwei aus Drei“ und Sie sind dabei. Die Platzzwillingswette ist getroffen, wenn Sie zwei platzierte Pferde aus den drei Platzierungen getroffen haben. Es gibt drei Gewinn-Situationen: Die beiden von Ihnen gewetteten Pferde werden „Erster und Zweiter“ oder „Erster und Dritter“ oder „Zweiter und Dritter“. Entsprechend gibt es drei Quoten.

Die Zweierwette

Beispiel Zweierwette: Fünf Euro auf den Zieleinlauf „Pferd Nr. 6 Sieger – Pferd Nr. 8 Zweiter“ im 4. Rennen an Ort Nr. 3
(über Starter, Rennen und Ort informiert der Aushang).

Bei der Zweierwette, auch Bahneinlauf-Wette genannt, sollen Sie – wie der Name schon verrät – zwei Pferde richtig voraussagen: Den Sieger und Zweitplazierten – und das in der richtigen Reihenfolge, in der die Pferde im Ziel einlaufen. Das ist schwieriger als der Platzzwilling, dafür winken aber schon hohe Quoten. Ein Tip: Wetten Sie „hin und zurück“. Das heißt „Pferd 1 – Pferd 2“ und „Pferd 2 – Pferd 1“. Das verdoppelt zwar den Einsatz, aber so gehen Sie dem Risiko aus dem Weg, die richtigen Pferde in der leider falschen Reihenfolge zu haben. In Deutschland und England gibt es eine Zweierwette schon ab drei Pferden. In Frankreich gibt es eine Zweierwette nur in Rennen, in denen sieben Pferde oder weniger laufen.
 

Die Dreierwette
Das ist die „hohe Schule“ des Pferdewettens. Die ersten drei Pferde sind in der richtigen Reihenfolge des Zieleinlauf vorherzusagen. „Volltreffer“ sind hier zwar seltener, aber um so lohnender. In Deutschland und England gibt es eine Dreierwette ab vier Startern. In Frankreich heißt die Dreierwette Tiercè-Wette. Es gibt sie ab acht Startern.

 

Beispiel Dreierwette: Vier Euro auf den Zieleinlauf „Pferd Nr. 4 Sieger – Pferd Nr. 1 Zweiter – Pferd Nr. 8 Dritter“ im 7. Rennen an Ort Nr. 4
(über Starter, Rennen und Ort informiert der Aushang).

Zwilling und Drilling
Für französische Rennen gibt es ab acht Startern die Zwillingswette. Sie ist einfacher zu treffen als die Zweierwette. Es reicht, die ersten beiden Pferde in beliebiger Reihenfolge zu treffen. Sie sparen also das „hin und zurück“. Bei der Drilling genannten Wette für französische Rennen, die es ebenfalls ab acht Startern gibt, gewinnen Sie, wenn die ersten drei einlaufenden Pferde in beliebiger Reihenfolge getroffen sind.

Die Kombinationswette
Zweier- und vor allem Dreierwetten mit hohen Auszahlungsquoten sind nicht ganz leicht zu treffen. Die Chancen erhöhen sich, wenn Sie an die Wette (wie etwa beim Lotto) mit System gehen. Bei der Kombinationswette suchen Sie sich zum Beispiel für Ihre Dreierwette den Favoriten heraus, nehmen einen chancenreichen Außenseiter hinzu und kombinieren dann mehrere Pferde dazu. Mit der durch Kombination erhöhten Gewinnchance steigt natürlich auch der Einsatz. Der Vorteil beim Buchmacher: Der Grundwert für die Kombination beträgt nur 0,50 Euro.

Die Schiebewette

Bei der Schiebe- oder Akkumulationswette werden zwei, drei oder mehr voneinander unabhängige Einzelwetten (verschiedene Rennen oder Rennplätze) miteinander zu einer neuen Wette, der Schiebewette, verbunden. Je nach Anzahl der Einzel-Wetten spricht man auch von Zweifach-, Dreifach- oder Mehrfach-Schieben. Ist die erste Einzel-Wette getroffen, so wird deren Auszahlung automatisch zum Einsatz der zweiten Einzel-Wette. Ist diese ebenfalls getroffen, so wird wiederum die gesamte Auszahlung zum Einsatz der dritten Einzel-Wette etc. Das Geld wird also von Einzel-Wette zu Einzel-Wette „weitergeschoben“. Mit kleinen Einsätzen lassen sich so hohe Gewinne erzielen. Am häufigsten werden reine Sieg- oder Platzschieben gespielt, Schiebewetten können jedoch auch aus voneinander unabhängigen Einzel-Wetten unterschiedlicher Wettarten bestehen. Die „Wenn-Geld“-Wette ist eine Art „eingeschränkter“ Schiebewette. Dabei wird nicht der volle Betrag, sondern nur ein vorher von Ihnen festgelegter Teilbetrag der Auszahlung (in der Wenn-Geld-Spalte auf dem Wettschein zu markieren) zum Einsatz der jeweils folgenden Wette.

Kombi-Schiebewetten
Bei der Kombi-Schiebewette werden aus einer festen Anzahl voneinander unabhängiger Einzel-Wetten (verschiedene Rennen oder Rennplätze) alle möglichen Zweifach-, Dreifach-,…, Mehrfach-Schieben gebildet. Dadurch erhöht sich zwar die Anzahl der Schiebewetten und damit auch der Einsatz, aber Sie gewinnen schon, wenn nur zwei der Einzel-Wetten getroffen sind. Sind alle Einzel-Wetten getroffen ist die Auszahlung auch entsprechend hoch! Beispiel: Sie machen eine Kombi-Schiebewette aus vier Einzel-Wetten (auch Yankee-Wette genannt, s.u.). Daraus lassen sich folgende elf Schiebewetten kombinieren:
 
Wette 1 – Wette 2
Wette 1 – Wette 3
Wette 1 – Wette 4
Wette 2 – Wette 3
Wette 2 – Wette 4
Wette 3 – Wette 4
Wette 1 – Wette 2 – Wette 3
Wette 1 – Wette 3 – Wette 4
Wette 1 – Wette 2 – Wette 4
Wette 2 – Wette 3 – Wette 4
Wette 1 – Wette 2 – Wette 3 – Wette 4

Die Yankee-Wette besteht also aus sechs zweifachen, vier dreifachen und einer vierfachen Schiebewette, zusammen elf Schiebewetten, kostet also insgesamt elf Einsätze (ab 0,50 Euro Grundeinsatz). Sie gewinnen schon, wenn nur zwei Einzel-Wetten „drin“ sind. Sind alle vier Einzel- Wetten Volltreffer, klingelt es in der Kasse, weil alle elf Schiebe-Wetten gewonnen sind. Die Kombi-Schiebe über drei Einzel-Wetten heißt Trixie (vier Schiebewetten), über vier Einzel-Wetten Yankee (elf Schiebewetten), über fünf Einzel-Wetten Canadian (26 Schiebewetten), über sechs Einzel-Wetten Heinz (57 Schiebewetten), über sieben Einzel- Wetten Super-Heinz (120 Schiebewetten) und über acht Einzel-Wetten Goliath (247 Schiebewetten). Zur Verdeutlichung das Schema für die einzelnen Schiebewetten:

…und noch mehr Wetten
Über die bisher aufgeführten gängigen Wettarten hinaus gibt es weitere „Exoten-Wetten“, die aber nur regional oder nur zeitweise gespielt werden können, so dass hier auf ihre Beschreibung verzichtet wird.
 

Die feste Wette

Die feste Wette ist ein Service, den exclusiv ihr staatlich konzessionierter Buchmacher anbietet. Unter fester Wette versteht man eine Wette, bei der der Auszahlungskurs vom Buchmacher beim Abschluss der Wette festgelegt und auf dem Wettschein eingetragen wird. Es steht also von vornherein fest, welchen Betrag der Wetter im Gewinnfall ausgezahlt erhält.
Auch feste Wetten können als Schiebewetten (s.o.) gespielt werden (sogenannte Festkursschieben). Die feste Wette beinhaltet das Risiko, dass sie verloren ist, wenn das betreffende Pferd nicht läuft, ohne Wetten läuft oder nicht startberechtigt war. Bei annullierten Rennen behält die
Wette Gültigkeit, wenn das Rennen nachgeholt wird. Ansonsten erfolgt Rückzahlung. Besonders interessant sind feste Wetten bei „klassischen Rennen“. Zum Beispiel können Sie eine Langzeitwette zum festen Kurs nach Angebot des Buchmachers schon in diesem Jahr auf das Pferd tätigen, dem Sie im nächsten Jahr im Deutschen Derby eine Siegchance einräumen. Das Lohnende für Sie dabei: Je früher Sie ein Pferd wetten, desto höher ist in aller Regel die Quote. Die Platzquote bei der festen Wette errechnet sich nach einer festen Formel aus der Siegquote. Dabei wird der reine Gewinnanteil, der bei einer festen Siegwette erzielt würde (Gewinnanteil (odds) = Auszahlung – Einsatz (stakes)), mit einem Platzteiler (vom Buchmacher bekanntgegeben) multipliziert. Diese Formel und zwei wichtige Fachbegriffe (odds und stakes) wollen wir anhand eines Beispieles kennenlernen.
Wie hoch ist die Platzquote bei einem Festkurs von 100:10 auf Sieg? Die Rechnung geht so:

Siegquote (für Einsatz = 10) 100
minus Einsatz ( = 10)
(Der Fachbegriff für den Einsatz kommt aus dem Englischen und heißt: stakes) – 10
Diese Differenz gibt den
Gewinnanteil der Wette (odds) an 90mal Platzteiler
(Es gibt verschiedene Platzteiler.
Wir gehen in unserem Beispiel vom Platzteiler 1/5 aus). x 1/5
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx18
Um die Platzquote zu erhalten wird jetzt der Einsatz
wieder hinzugerechnet. Also: Plus Einsatz + 10

Ergibt die Platzquote = 28
Die Formel zur Berechnung der Platzquote einer festen Wette aus der Siegquote lautet also:
Platzquote = odds x Platzteiler + 10 (Einsatz)
Die odds errechnen sich – wie im Beispiel gesehen – durch Abzug des Einsatzes von der Siegquote.
 
Totalisator / Buchmacher
Wettvermittlung an den Totalisator
Zum Full-Service der deutschen Buchmacher als Wettanbieter gehört auch die Vermittlung von Wetten an den Totalisator der deutschen Galopp- und Trabrennbahnen (Rennvereinswette). Dafür gibt es spezielle Lesekarten:


Warum beim Buchmacher wetten?
Ganz einfach: Weil es beim Wetten viele Vorteile bringt.
Größere Chancen
durch exclusive Buchmacher-Wetten:
Die feste Wette, die Schiebe-Wette, die Yankee-Wette, die Ita- und die Trita-Wette.
Quoten-Vorteil:

Beim Buchmacher beeinflussen Sie die Totalisatorquote mit Ihrem Einsatz nicht zu Ihren Ungunsten.

Und dazu der Full-Service Ihres Buchmachers: Info-Power für Ihre Wette durch die für Sie bereitgehaltenen Informationen über die Rennen. Freundliche Beratung bei allen Fragen durch geschultes Fachpersonal. Von Ihrem Platz beim Buchmacher in die ganze Welt wetten (je nach Angebot). Die Rennen live auf dem Bildschirm erleben.
Gewinnauszahlung sofort nach Bekanntgabe der Quote. Auf Wunsch gebührenfreies Wettkonto (jederzeit und von überall per Telefon wetten). Dazu ein individuelles Gastronomie-Angebot.
Mach´ Dein Glück beim Buchmacher.

 
Galopp ABC / Galopp-Lexikon
Altersgewichtsrennen. Die Pferde tragen je nach Alter mehr oder weniger Gewicht. Das Gewicht wird nach der Ausschreibung des Rennens berechnet. Altersgewichtsrennen sind entweder Aufgewichts- oder Zuchtrennen.
Amateure. Reiter, die den Sport nicht berufsmäßig betreiben. Amazone. Bezeichnung für eine Rennreiterin. Seit 1975 gibt es in Deutschland Berufsrennreiterinnen, die eine abgeschlossene
Ausbildung (Pferdewirt Schwerpunkt Rennreiten) absolviert haben. Sie dürfen in allen Rennen – nicht nur in Amazonenrennen – starten.
Aufgewichtsrennen. Das vom Pferd zu tragende Gewicht ist von den bisherigen Gewinnen abhängig. Ein Pferd wird um so höher eingeschätzt – und mit Gewicht belegt – je öfter es sich plaziert hat.
Ausgleichsrennen. Auch Handicaps genannt. Vom Ausgleicher wird festgelegt, wieviel Gewicht jedes Pferd im Rennen tragen muss. Dadurch soll erreicht werden, dass alle startenden Pferde gleiche Gewinnaussichten haben. Faustregel: Ein Kilo weniger Gewicht entspricht einer Vorgabe von einer Pferdelänge. Bei Flachrennen gibt es den Ausgleich I für sehr gute Pferde, den Ausgleich II für gute Pferde, den Ausgleich III für durchschnittliche Pferde und den Ausgleich IV für Pferde mit geringerem Leistungsvermögen sowie den Allgemeinen Ausgleich für gute und sehr gute Pferde. Bei Hindernisrennen gibt es Ausgleich G für gute Pferde, Ausgleich M für Pferde mit mittleren Leistungen und Ausgleich U für Pferde der unteren Klasse. Pferde steigen je nach den gezeigten Rennleistungen zwischen den einzelnen Klassen auf und ab.
Berufsrennreiter. Die Profis im Sattel. Dazu werden bereits Auszubildende während der dreijährigen Lehrzeit als Pferdewirt gezählt und vor allem natürlich die Berufsrennreiter mit abgeschlossener Lehre. Nach 50 Siegen darf sich der Berufsrennreiter Jockey nennen. Auszubildende bekommen in Rennen mit Jockeys eine Lehrlingserlaubnis beim Gewicht.
Bodenbeschaffenheit. Der Boden wird vor jedem Renntag mit dem Penetrometer gemessen. Eine beschwerte Spitze rammt sich an einer Schiene senkrecht in den Boden. Die Eindringtiefe wird in Zentimeter gemessen. Diese Zahl ist dann die Bodenangabe. 0 – 1,4 = Boden hart; 1,5 – 2,9 = Boden fest; 3,0 – 4,4 = Boden gut; 4,5 – 5,9 = Boden weich; 6,0 – 7,4 = Boden schwer; 7,5 und mehr = Boden tief. Für französische Rennen weicht die Skala ab (siehe Seite xx).
Derby. Die besten dreijährigen Pferde eines Landes treffen einmal jährlich zum Leistungsvergleich aufeinander. Sie tragen jeweils das gleiche Gewicht (Ausnahme: Stutenerlaubnis). Das Derby geht über 2400 Meter, bzw. 1,5 Meilen. Das erste Derby wurde im Jahr 1780 in England (Epsom) unter 2 Teilnehmern ausgetragen.
Disqualifikation. Die Rennleitung beaufsichtigt den Verlauf jedes Rennens. Nach dem Zieleinlauf kann ein Pferd disqualifiziert werden, zum Beispiel weil es ein anderes Pferd rennentscheidend behindert hat. Oder, weil der Jockey beim Zurückwiegen nach dem Rennen weniger als das zu tragende Gewicht auf die Waage bringt. Erst nach Bekanntgabe des Richterspruches ist das Ergebnis offiziell und werden die gewonnen Wetten ausgezahlt.
Erlaubnis. Gewichtsvorgabe für Reiter mit weniger als 50 Siegen (zwischen 5 und 1 Kilo je nach bisheriger Siegzahl) zum Ausgleich der geringeren Erfahrung gegenüber den etablierten Jockeys. Es gibt auch Erlaubnis für Pferde: Stuten tragen in den klassischen Rennen zwei Kilo weniger.
Eventualquote. Abzulesen beim Buchmacher am Monitor. Die Eventualquote ist der jeweilig aktuelle Stand der Siegquote am Totalisator vor dem Rennen. Sie wird nach jedem Rennen für das nächste Rennen eingeblendet und bis zum Start laufend aktualisiert. Die Eventualquoten zeigen, wer Favorit ist (kleinste Quote) oder Außenseiter (große Quote) und wie einzelne Pferde in der Gunst der Wetter steigen oder fallen.
Favorit. Das vor dem Rennen als chancenreichst eingestufte Pferd. Der Favorit ist zu erkennen an der niedrigsten Quote (Eventualquote am Totalisator oder Buchmacher-Quote für die feste Wette).
Fegentrirennen. Die Fegentri ist eine Organisation, die nach einem Punktesystem den besten internationalen Amateur ermittelt. Flachrennen. Rennen ohne Hindernisse. Sie gehen über Distanzen ab 1000 Meter.
Flieger. Die „Sprinter“ unter den Galoppern. Sie zeigen ihre beste Form auf Strecken von 1000 bis 1400 Meter.
GAG (= Generalausgleich). Mit dem ersten Sieg oder nach fünf sieglosen Starts erhält ein Pferd vom Ausgleicher ein Generalausgleichsgewicht. Je besser die Leistung je höher das Gewicht. Somit ergibt der GAG eine Rangliste der Rennpferde unterschiedlicher Ausgleichsklassen. Top- Galopper haben einen GAG von um die 100 Kilo. Solche Gewichte werden im Rennen nie getragen.Der Wert sagt aus, dass nach Meinung des Ausgleichers ein Top-Pferd mit diesem Gewicht im Sattel in einem Rennen zugleich mit einem Pferd der unteren Klassen (GAG unter 50 Kilo) ins Ziel käme.
Grupperennen. Die internationalen Rennsportkommissionen teilen die großen Rennen in drei Gruppen, wobei die oberste Klasse die Gruppe I ist. Gruppe-Rennen sind Aufgewichtsrennen (siehe dort) mit internationalem Anspruch. Zur Gruppe I gehören z. B. das Deutsche Derby genauso wie der Prix de l´Arc de Triomphe oder der Dubai World Cup.
Hindernisrennen. Das sind Jagdrennen und Hürdenrennen. Jagdrennen führen über feste Hindernisse (Hochsprünge oder Wassergräben) und zwar mindestens über eine Distanz von 3000 Metern. Das englische Grand National geht über 7200 Meter. Hürdenrennen führen über versetzbare Hindernisse mit Reisigbüschen und über mindestens 3000 Meter.
Klassische Rennen. Sie sind die wichtigsten der Zuchtrennen (siehe dort). Es dürfen nur 3-jährige Pferde starten, die das gleiche Gewicht tragen (Stuten zwei Kilo Erlaubnis). Zu den Klassischen Rennen gehören: Mehl Mülhens Rennen, Derby, St. Leger, Schwarzgold-Rennen (nur Stuten) und Preis der Diana (nur Stuten).
Kursführung. Die meisten deutschen Bahnen haben Rechtskurs. Linksrum wird nur auf wenigen Bahnen galoppiert, z. B. Baden-Baden, Frankfurt, München, Hannover.
Nachwuchsrennen. Hier reiten nur Lehrlinge. Schon erfolgreiche Lehrlinge erhalten in Nachwuchsrennen Aufgewichte.
Rails. Die einem Geländer ähnelnde, meist weiß gestrichende Beläufsbegrenzung.
Richterspruch. Der Zielrichter ermittelt mit Hilfe der Zielfotografie den Abstand der Pferde beim Zieleinlauf. Er wird angegeben in Pferdelängen (L) (ca. 2,40 m), 3/4, 1/2,
1/4 Pferdelänge, H = Hals, K = Kopf, kK = kurzer Kopf, N = Nase. Früher wurde ein Abstand von mehr als zehn Längen als Weile bezeichnet.
Stallform. Eine alte Weisheit: Gute Form „steckt an“. Ist ein Stall gut in Form (= aktuell viele Sieger) laufen oft auch Außenseiter nach vorn. Nach Stallform wetten ist wie „mit der Bank“ spielen.
Startmaschine. Die Pferde werden von hinten in eine Box geführt und diese dann geschlossen. Sind alle Pferde in ihre Box eingerückt, gibt der Starter das Rennen frei. Die vorderen Klappen der Boxen öffnen sich gleichzeitig. Die Startboxen werden vorher ausgelost. Die Außenbox kann von einem Trainer in besondern Fällen (z. B. startschwieriges Pferd) vorher beantragt werden.
Steher. Die „Langstreckler“ unter den Galoppern. Sie zeigen ihre beste Form auf Rennen von 2400 Metern und weiter. 2400 Meter ist übrigens die klassische Derby-Distanz.
Überprüfung. Wird nach dem Zieleinlauf durch Sirene und Lautsprecherdurchsage bekannt gegeben, wenn die Rennleitung z. B. eine Behinderung erkannt hat oder vermutet. Die Rennleitung überprüft dann den Rennverlauf- und ausgang mit Hilfe der Rennverfilmung. Die Überprüfung kann zur Bestätigung des Zieleinlaufs führen, aber auch zu Protest und Disqualifikation.
Verkaufsrennen. Die Pferde werden nach dem Rennen öffentlich versteigert. Durch den vom Besitzer vorher festgelegten Mindestpreis wird das vom Pferd zu tragende Gewicht bestimmt.
World Series. Ein Rennserie für die besten Pferde der Welt, die „Formel 1“ der Galopper. Zu der Serie gehören Rennen wie die King George VI and Queen Elizabeth Diamond Stakes in Ascot, die Arlington Million, der Große Preis von Baden als einziges deutsches Rennen der Serie, der Prix de l`Arc de Triomphe, der Breeders Cup.
Zuchtrennen. In diesen Flachrennen tragen alle Pferde eines Jahrgangs dasselbe Gewicht, Stuten zwei Kilo weniger (=Stutenerlaubnis). Ziel von Zuchtrennen ist es, die besten Pferde eines Jahrgangs zu ermitteln.

 
Trab ABC / Trab-Lexikon
Amateurfahrer. Ihnen ist es untersagt, gegen Entgelt zu
fahren. Sie müssen eine Prüfung abglegen.
Ampel. Regelt den Betrieb auf der Bahn vor dem Rennen.
Rot = Start in 5 Minuten
Gelb = Start in 3 Minuten
Grün = Start in einer Minute
Autostart. Erfolgt hinter einem Startauto, an dessen Heck zwei über die Bahnbreite reichende zusammenklappbare Flügel befestigt sind. Dahinter sitzt der Hauptstarter. Das Feld wird beobachtet von ihm hinter dem fahrenden Auto über 400 Meter an die Startmarke herangeführt. Dort beschleunigt das Startauto unter Zusammklappen der Flügel vom Feld weg und das Rennen ist frei.
Bänderstart. Laufen Starter unterschiedlicher Gewinnklassen gegeneinander, wird die Chancengleichheit durch Zulagen erreicht. Gummibänder werden als Startmarke über die Bahn gespannt. Pferde mit niedriger Gewinnsumme starten weiter vorn, Pferde mit höhrer weiter hinten.
Berufsfahrer. Fahrer, die drei Jahre Lehre und Prüfung absolviert haben. Sie verdienen Prämien, wenn sie Pferde in die Geldränge fahren.
Dreischlag. Eine unreine Gangart: vorne Trab, hinten Galopp.
Disqualifikation. Zur Disqualifikation führen unreine Gangart, Passgang und Dreischlag (disqualifiziert blau), Galopp (disqualifiziert rot) und Galopp oder Passgang auf der Ziellinie.
Distanzen. Die Rennstrecken liegen je nach Ausschreibung zwischen 1600 und 4200 Meter.
Eventualquote. Abzulesen beim Buchmacher am Monitor. Die Eventualquote ist der jeweilig aktuelle Stand der Siegquote am Totalisator vor dem Rennen. Sie wird nach jedem Rennen für das nächste Rennen eingeblendet und bis zum Start laufend aktualisiert. Die Eventualquoten zeigen wer Favorit ist (kleinste Quote) oder Außenseiter (große Quote) und wie einzelne Pferde in der Gunst der Wetter steigen oder fallen.
Favorit. Das vor dem Rennen als chancenreichst eingestufte Pferd. Der Favorit ist zu erkennen an der niedrigsten Quote (Eventualquote am Totalisator oder Buchmacher-Quote für die feste Wette).
Gästefahren. Hier sind Personen zugelassen, die vom Veranstalter eingeladen worden sind und für die eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen ist.
Heat. Zum Aufwärmen vor dem Rennen legt der Starter eine bestimmte Strecke (z. B. eine Gerade) auf der Bahn im Renntempo zurück.
Höchstalter. Traberstuten dürfen nur an Rennen teilnehmen, wenn sie nicht älter als sieben Jahre sind. Hengste und Wallach dürfen auf A-Bahnen nicht älter als zehn Jahre sein.
Kilometerzeit. Durchschnittszeit für den Rennkilometer. Sie wird für alle Starter eines Rennens errechnet.
„Latten“. Die „Latten sichert“ sich im Traber-Jargon das Pferd, das nach dem Start führt. Die Bezeichung rührt noch aus den Zeiten, als die Bahnen mit Latten abgegrenzt waren.
Parade. Vor dem Rennen präsentieren sich die Starter im Gänsemarsch dem Publikum.
Parieren. Der Fahrer bringt das Pferd aus der verbotenen Gangart wieder in den Trab.
Qualifikation. Muss jeder Traber vor seinem ersten Start (oder nach sechs Monaten Startpause) bewältigen. Zweijährige haben über mindestens 1600 Meter, Dreijährige und Ältere über mindestens 2000 Meter eine Kilometerzeit von 1:25 Minuten zu schaffen.
Rennwagen. Sulky, Sulkette oder Longshaft. Sie dürfen nicht mehr als 30 Kilo wiegen und nicht breiter als 165 Zentimeter sein. Die Räder müssen innen und außen mit Plastikscheiben versehen sein.
„Scheibe“. Traber-Jargon für Spur. Die innere Spur ist günstig. Ein Pferd, das ein Rennen in zweiter oder dritter Scheibe geht, muss mehr Weg zurücklegen.
Trab. Der Trab ist die Gangart des Pferdes, bei der die Vorwärtsbewegung im Zweitakt bei diagonaler Fußfolge ausgeführt wird.
Trabreiten. Die Pferde werden nicht von einem Fahrer im Sulky gefahren sondern haben einen Reiter im Sattel. Ansonsten gelten die gleichen Regelungen wie beim Trabfahren.

Text und Bilder sind mit freundlicher Genehmigung der Broschüre „Schnupperkurs Pferdewette“ entnommen worden
Herausgeber der Broschüre ist: Fa. Marlis Hartmann Handelsvertretungen, Inhaber Hans Hartmann (Hannover) im Auftrag der Buchmacher-Service GmbH.
Maßgebend für alle Wetten sind ausschließlich die in der Wettannahme aushängenden „Wettbestimmungen“.